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Leasing versus Finanzierung was sich für Sie wirklich lohnt

Die Frage aller Fragen beim Autokauf: Leasing oder Finanzierung? Im Grunde ist der Unterschied ganz einfach, aber der Teufel steckt wie immer im Detail. Leasing ist im Kern eine Miete, Sie zahlen also nur für die Nutzung des Wagens. Finanzierung hingegen ist der klassische Weg zum Eigentum – mit der letzten Rate gehört das Auto Ihnen.

Es geht also um die Grundsatzentscheidung: Möchten Sie lieber alle paar Jahre ein brandneues Modell fahren und maximale Flexibilität genießen (Leasing)? Oder ist es Ihnen wichtig, am Ende etwas in der Hand zu haben, ein Auto, mit dem Sie machen können, was Sie wollen (Finanzierung)?

Leasing oder Finanzierung: Welche Wahl passt zu Ihrem Leben?

Zwei Optionen für den Autokauf: Eine Frau für Leasing, ein Mann für Finanzierung.

Ein neues Auto steht vor der Tür – doch damit auch eine wichtige Weichenstellung. Sehen Sie sich eher als cleverer Nutzer moderner Mobilität, der per Leasing immer auf dem neuesten Stand bleibt? Oder bevorzugen Sie den soliden, bewährten Weg über eine Finanzierung, an dessen Ende das eigene Fahrzeug steht? Diese Entscheidung hat spürbare Auswirkungen auf Ihre Finanzen und muss genau zu Ihrer Lebenssituation passen.

Dieser Ratgeber ist Ihr Kompass im Dschungel der Optionen. Wir schauen uns nicht nur die monatlichen Raten an. Wir gehen viel tiefer und beleuchten, was Eigentum, Flexibilität am Vertragsende und steuerliche Kniffe für Sie als Privatperson oder Unternehmer wirklich bedeuten.

Vergessen Sie trockene Theorie. Wir zeigen Ihnen anhand von echten Beispielen aus dem Leben, wie Sie die richtige Wahl für sich treffen. Hier räumen wir mit Mythen auf und geben Ihnen das Rüstzeug, um selbstbewusst und gut informiert zu entscheiden.

Leasing vs. Finanzierung: die wichtigsten Unterschiede im Überblick

Bevor wir in die Tiefe gehen, verschafft Ihnen diese Tabelle einen schnellen Überblick. Betrachten Sie sie als Ihre kompakte Entscheidungshilfe, die die wesentlichen Punkte auf den Tisch legt.

Kriterium Leasing (Fahrzeugmiete) Finanzierung (Weg zum Eigentum)
Eigentümer des Fahrzeugs Die Leasinggesellschaft bleibt Eigentümer Sie werden nach der letzten Rate Eigentümer
Monatliche Raten Oft niedriger, da nur der Wertverlust bezahlt wird Meist höher, da der gesamte Fahrzeugwert getilgt wird
Vertragsende Fahrzeugrückgabe, ggf. Vertragsverlängerung/Kauf Das Fahrzeug gehört Ihnen zur freien Verfügung
Kilometerbegrenzung Standard, mit Nachzahlungen bei Überschreitung Keine Begrenzung, uneingeschränkte Nutzung
Flexibilität Hoch, ermöglicht regelmäßigen Fahrzeugwechsel Geringer, da auf langfristigen Besitz ausgelegt
Umbauten/Änderungen Nur nach Absprache mit dem Leasinggeber möglich Jederzeit uneingeschränkt möglich
Steuerliche Vorteile (Gewerbe) Raten sind sofort als Betriebsausgaben absetzbar Fahrzeug wird über mehrere Jahre abgeschrieben (AfA)

Nachdem Sie diesen Ratgeber gelesen haben, werden Sie ein klares Gefühl dafür haben, wann Leasing die Nase vorn hat und in welchen Fällen ein klassischer Autokredit einfach die smartere Lösung ist.

Die Grundlagen: Was steckt wirklich hinter Leasing und Finanzierung?

Wer vor der Entscheidung für ein neues Auto steht, fragt sich unweigerlich: Leasing oder Finanzierung? Um da eine fundierte Entscheidung zu treffen, müssen wir erstmal hinter die Kulissen schauen. Beide Wege führen zwar ins neue Fahrzeug, doch die Spielregeln sind von Grund auf verschieden. Man könnte es mit dem Unterschied vergleichen, ob man eine Wohnung mietet oder ein Haus kauft.

Beim Leasing mieten Sie das Auto im Grunde für einen längeren Zeitraum. Sie erwerben kein Eigentum, sondern bezahlen nur für das Recht, das Fahrzeug für eine vereinbarte Dauer und Kilometerleistung zu nutzen. Der Wagen gehört die ganze Zeit über der Leasinggesellschaft. Ihre monatliche Leasingrate deckt also primär den Wertverlust ab, den das Auto während Ihrer Nutzungszeit erleidet – und nicht den kompletten Kaufpreis.

Merken Sie sich: Leasing bedeutet, Sie zahlen für die Nutzung, nicht für den Besitz. Genau deshalb sind die monatlichen Raten oft spürbar niedriger als bei einer Finanzierung. Sie stemmen ja nur einen Teil des Fahrzeugwerts.

Leasing genauer betrachtet

In der Praxis haben sich zwei Leasing-Modelle durchgesetzt. Das mit Abstand beliebteste und sicherste ist das Kilometerleasing. Hier legen Sie vorab eine jährliche Fahrleistung fest. Am Ende wird dann spitz abgerechnet: Fahren Sie mehr, zahlen Sie nach. Fahren Sie weniger, bekommen Sie in der Regel Geld zurück. Das macht die Kosten sehr gut planbar.

Anders sieht es beim Restwertleasing aus, das ein deutlich höheres Risiko birgt. Hier wird zu Beginn ein theoretischer Restwert des Autos nach Vertragsende geschätzt. Fällt der tatsächliche Marktwert bei der Rückgabe niedriger aus – was leider häufig vorkommt –, müssen Sie die Lücke schließen.

Finanzierung: Der klassische Weg zum eigenen Auto

Die Finanzierung ist das genaue Gegenteil. Hier kaufen Sie das Fahrzeug von der ersten Minute an und werden zum Eigentümer. Den Kaufpreis finanzieren Sie über einen Kredit, den Sie in festen monatlichen Raten an die Bank zurückzahlen.

Jede dieser Raten hat zwei Bestandteile:

  • Tilgung: Das ist der Anteil, mit dem Sie Ihre Schulden reduzieren und sich das Auto Stück für Stück "erarbeiten".
  • Zins: Das ist die Gebühr, die die Bank dafür verlangt, dass sie Ihnen das Geld leiht.

Ist die letzte Rate bezahlt – bei einer Ballonfinanzierung kann das auch eine größere Schlussrate sein –, gehört das Auto ohne Wenn und Aber Ihnen. Sie können es verkaufen, umgestalten oder einfach weiterfahren, so lange Sie wollen. Dafür tragen Sie aber auch das volle Risiko des Wertverlusts von Anfang an selbst. Wenn Sie tiefer in die Materie einsteigen wollen, erfahren Sie bei uns mehr über die verschiedenen Modelle der Autofinanzierung.

Genau dieser fundamentale Unterschied zwischen „Nutzen“ und „Besitzen“ ist der Dreh- und Angelpunkt, der alle weiteren Überlegungen zu Kosten, Flexibilität und Verantwortung beeinflusst.

Der große Vergleich: Kosten, Eigentum und Flexibilität im Detail

Illustration zu Autokauf-Entscheidungen: Geld, Auto, Kalender mit Vergleichspfeilen und Aktenkoffer mit Papieren.

Wer sich zwischen Leasing und Finanzierung entscheiden muss, blickt oft nur auf die monatliche Rate. Ein Trugschluss, denn das ist nur die Spitze des Eisbergs. Um wirklich zu verstehen, was für Sie finanziell und im Alltag mehr Sinn ergibt, müssen wir uns die vier entscheidenden Säulen ganz genau ansehen: die Kosten, die Eigentumsfrage, die Flexibilität und natürlich die steuerlichen Aspekte.

Die wahren Gesamtkosten beider Modelle

Auf den ersten Blick wirkt die Leasingrate oft unschlagbar günstig. Kein Wunder, denn Sie zahlen ja nur für den Wertverlust während der Nutzungsdauer und nicht für das ganze Auto. Eine Finanzierungsrate hingegen tilgt den vollen Kaufpreis plus Zinsen und fällt deshalb meist höher aus.

Doch Vorsicht: Beim Leasing können sich schnell weitere Posten zu einem stattlichen Betrag summieren. Man muss schon genau hinschauen, um die versteckten Kostentreiber zu erkennen:

  • Versicherungsvorgaben: Viele Leasinggeber verlangen eine teure Vollkaskoversicherung mit ganz bestimmten Deckungssummen.
  • Wartungspakete: Oft sind die Verträge an teure Markenwerkstätten gebunden oder verpflichtende Servicepakete treiben die monatlichen Kosten zusätzlich in die Höhe.
  • Mehrkilometer: Fahren Sie mehr als vereinbart, wird es richtig teuer. Jeder einzelne Kilometer extra wird Ihnen am Ende in Rechnung gestellt.

Bei einer Finanzierung sind Sie Ihr eigener Herr, was Werkstatt und Versicherung angeht. Natürlich sind die Zinsen ein Kostenfaktor, keine Frage. Aber mit einem guten Kreditangebot können die Gesamtkosten über die gesamte Haltedauer des Wagens am Ende niedriger ausfallen. Um den besten Deal zu ergattern, ist ein gründlicher Vergleich das A und O. Werfen Sie doch mal einen Blick darauf, wie Sie mit unserem Kreditvergleich ganz einfach das beste Angebot finden.

Die fundamentale Frage: Wem gehört das Auto?

Hier liegt der wohl größte Unterschied zwischen den beiden Konzepten. Bei der Finanzierung kaufen Sie sich mit jeder Rate ein Stück Ihres Autos. Ist die letzte Zahlung getätigt, gehört es zu 100 % Ihnen. Sie können es verkaufen, umbauen, verleihen oder fahren, bis es auseinanderfällt. Gleichzeitig tragen Sie aber auch das volle Restwertrisiko – der Wertverlust des Wagens ist allein Ihr Problem.

Beim Leasing hingegen sind Sie nur der Mieter, der Nutzer des Fahrzeugs. Eigentümer bleibt die Leasinggesellschaft. Das hat zwei Seiten:

  • Der Vorteil: Das Restwertrisiko kümmert Sie nicht. Fällt der Marktwert des Gebrauchtwagens am Ende stärker als gedacht, ist das das Problem des Leasinggebers.
  • Der Nachteil: Sie können das Auto nicht einfach verkaufen. Für jegliche Umbauten oder Veränderungen brauchen Sie die Erlaubnis des Eigentümers.

Man könnte es so auf den Punkt bringen: Leasing beantwortet die Frage „Wie kann ich ein neues Auto nutzen?“, während die Finanzierung die Frage „Wie kann ich ein neues Auto besitzen?“ klärt.

Flexibilität, wenn der Vertrag ausläuft

Am Ende der Laufzeit gehen die Wege von Leasing und Finanzierung klar auseinander. Ein Leasingvertrag endet mit der Fahrzeugrückgabe. Sie geben den Schlüssel ab, ein Gutachter prüft den Zustand auf Kratzer und Dellen, und das war's. So können Sie nahtlos auf den nächsten Neuwagen umsteigen – ideal für alle, die immer das neueste Modell fahren wollen.

Haben Sie Ihr Auto hingegen finanziert, gehört es nach der letzten Rate Ihnen. Und dann haben Sie die Qual der Wahl:

  • Weiterfahren: Keine monatlichen Raten mehr! Sie fahren das Auto, solange es sich für Sie rechnet.
  • Verkaufen: Sie können den Wagen jederzeit auf dem freien Markt anbieten und den Erlös als Anzahlung für das nächste Auto nutzen.
  • In Zahlung geben: Beim Kauf eines neuen Autos dient Ihr Altes direkt als Anzahlung.

Der Steuer-Faktor für Gewerbetreibende

Für Unternehmen und Selbstständige ist die steuerliche Behandlung oft das Zünglein an der Waage im Duell Leasing vs. Finanzierung. Leasingraten können als Betriebsausgaben sofort und in voller Höhe von der Steuer abgesetzt werden. Das senkt direkt die Steuerlast und schont die Liquidität, weil kein großes Kapital gebunden wird.

Ein finanziertes Fahrzeug landet dagegen als Anlagevermögen in den Büchern und wird über die Nutzungsdauer – in der Regel sechs Jahre – abgeschrieben (AfA). Das mindert den Gewinn also nur häppchenweise. Die Entscheidung fürs Leasing ist für viele Unternehmen daher eine rein strategische. Eine Marktstudie zeigt, dass über 60 % der Firmen Leasing bei Investitionen prüfen und ganze 82 % davon sich am Ende dafür entscheiden. Direkt nach dem Cashflow gilt es als die wichtigste Finanzierungsquelle. Mehr dazu finden Sie in der Studie 'Leasing in Deutschland 2025'.

Praxisszenarien: Wann schlägt Leasing die Finanzierung und wann ist es umgekehrt?

Die graue Theorie ist das eine, aber die wirklich spannende Frage ist doch: Was bedeutet das alles für Sie ganz persönlich? Die Antwort darauf hängt einzig und allein von Ihrem Lebensstil, Ihren beruflichen Plänen und Ihren finanziellen Zielen ab. Es gibt kein universelles "Richtig" oder "Falsch" – nur die Lösung, die wie die Faust aufs Auge zu Ihrer Situation passt.

Um das Ganze greifbarer zu machen, schauen wir uns mal vier ganz typische Lebenswelten an. Finden Sie sich wieder? Dann wissen Sie auch, welche Option für Sie klar die Nase vorn hat.

Szenario 1: Der Technik-Fan

Sie lieben diesen unverwechselbaren Geruch eines Neuwagens und wollen technologisch einfach immer am Ball bleiben. Die neuesten Assistenzsysteme, das schickste Infotainment, der effizienteste Antrieb – alle zwei bis drei Jahre lockt Sie das aktuellste Modell auf dem Markt. Allein der Gedanke an den späteren Wiederverkauf, den nervigen Wertverlust oder zähe Preisverhandlungen mit potenziellen Käufern ist für Sie ein Graus.

Für Sie ist das Kilometerleasing die perfekte Lösung. Sie haben Ihre festen monatlichen Raten, geben das Auto am Ende einfach wieder ab und steigen direkt ins nächste, brandneue Modell. Das komplette Restwertrisiko, gerade bei schnelllebiger Technik wie Elektroautos ein riesiger Faktor, liegt entspannt beim Leasinggeber.

Im Grunde ist die Entscheidung eine Frage der Perspektive: Möchten Sie ein Auto einfach nur nutzen oder wollen Sie es besitzen? Für den Technik-Fan steht der unkomplizierte Zugang zu modernster Mobilität ganz klar im Vordergrund.

Szenario 2: Die junge Familie

Ihre Prioritäten haben sich verschoben. Was jetzt zählt, sind Zuverlässigkeit, Sicherheit und vor allem langfristige Planbarkeit. Sie suchen ein Auto, das Ihre Familie über viele Jahre treu begleitet und auch mal einen Kratzer verzeiht. Für Sie ist das Fahrzeug mehr als nur ein Mittel zum Zweck; es ist ein Teil Ihres Vermögens und soll Ihnen grenzenlose Freiheit geben – ohne ständig auf den Kilometerzähler schielen zu müssen.

Hier ist die klassische Finanzierung über einen Ratenkredit der klar bessere Weg. Ja, die Monatsraten sind anfangs oft etwas höher, aber nach der letzten Zahlung gehört das Auto ohne Wenn und Aber Ihnen. Sie können es fahren, so lange es rollt, es selbst reparieren oder nach Lust und Laune umgestalten. Dieser Weg baut aktiv Vermögen auf und gibt Ihnen die maximale Flexibilität, die man für die unvorhersehbaren Wendungen des Lebens braucht. Wenn Sie tiefer einsteigen wollen, wie so ein Kredit funktioniert, finden Sie in unserem Ratgeber alles, was Sie über Ratenkredite wissen müssen.

Szenario 3: Der Selbstständige

Als Unternehmer oder Freiberufler jonglieren Sie ständig mit zwei Zielen: die Liquidität Ihres Unternehmens sichern und die Steuerlast so gering wie möglich halten. Eine große Investition, die wertvolles Kapital bindet, ist da oft das Letzte, was man gebrauchen kann. Gefragt sind stattdessen planbare und direkt absetzbare Betriebsausgaben, die Ihnen den Rücken freihalten.

In diesem Fall hat fast immer das Gewerbeleasing die Nase vorn. Die monatlichen Leasingraten können Sie sofort und in voller Höhe als Betriebsausgaben verbuchen, was Ihren zu versteuernden Gewinn direkt schmälert. Das schont nicht nur die Bilanz, sondern erhält auch Ihre Kreditlinie bei der Hausbank für andere, vielleicht noch wichtigere Investitionen.

Szenario 4: Der Spontan-Fahrer

Ihre jährliche Fahrleistung ist so unvorhersehbar wie das Wetter. In einem Jahr pendeln Sie täglich ins Büro, im nächsten arbeiten Sie fast nur noch von zu Hause. Ein plötzliches Außendienstprojekt könnte den Kilometerstand explodieren lassen, während eine lange Reise ihn wieder auf null setzt. Eine starre Kilometerbegrenzung wäre für Sie der pure Stress.

Für ein so unplanbares Fahrprofil ist die Finanzierung die deutlich sicherere und entspanntere Wahl. Sie müssen sich keine Gedanken über teure Nachzahlungen für Mehrkilometer machen. Sie genießen die Freiheit, das Auto genau so viel oder so wenig zu nutzen, wie es Ihr Leben gerade erfordert – ganz ohne böse Überraschung am Vertragsende.

Aktuelle Zahlen untermauern diesen Trend: Der Anteil von Leasing an den Neuzulassungen von Elektroautos ist 2024 auf beeindruckende 56 % gestiegen. Das ist ein klares Signal dafür, dass gerade Privatkunden das schwer kalkulierbare Restwertrisiko bei neuer Technologie lieber den Profis überlassen. Weitere spannende Einblicke liefert die LeasingMarkt.de-Studie zum Rückspiegel 2025.

Ihre persönliche Checkliste: Was passt wirklich zu Ihnen?

Puh, das waren jetzt eine Menge Details und Rechenbeispiele. Aber keine Sorge, am Ende ist die Entscheidung zwischen Leasing und Finanzierung keine Raketenwissenschaft. Es geht nicht um richtig oder falsch, sondern darum, was für Sie und Ihre Lebenssituation am besten funktioniert.

Damit Sie den Wald vor lauter Bäumen wiedersehen, habe ich eine kleine Checkliste zusammengestellt. Beantworten Sie diese Fragen ehrlich für sich selbst – jede Antwort bringt Sie einen großen Schritt weiter.

Wo liegen Ihre Prioritäten?

Um im Zweikampf Leasing gegen Finanzierung Ihren persönlichen Sieger zu küren, müssen Sie wissen, worauf es Ihnen wirklich ankommt.

  • Gehört das Auto für Sie am Ende Ihnen?
    Wenn Sie ein Auto als bleibenden Wert sehen, als Teil Ihres Vermögens, dann ist die Finanzierung der logische Weg. Sie führt geradewegs zum Eigentum und gibt Ihnen die volle Kontrolle. Wenn es Ihnen aber eher um die unkomplizierte Nutzung geht und das Auto nur ein fahrbarer Untersatz ist, dann hat Leasing die Nase vorn.

  • Wie viele Kilometer spulen Sie im Jahr ab?
    Können Sie Ihre jährliche Fahrleistung gut einschätzen, weil Sie zum Beispiel einen festen Arbeitsweg haben? Perfekt, dann bietet das Kilometerleasing eine fantastische Planungssicherheit. Falls Ihr Tacho aber mal mehr, mal weniger anzeigt, bewahrt Sie eine Finanzierung vor dem bösen Erwachen in Form von teuren Nachzahlungen.

  • Fahren Sie gerne alle paar Jahre das neueste Modell?
    Sie lieben den Geruch eines Neuwagens und möchten immer die aktuellste Technik an Bord haben, ohne sich mit dem lästigen Wiederverkauf herumschlagen zu müssen? Dann ist Leasing schlicht unschlagbar. Wenn Sie Ihrem Auto aber lieber über Jahre die Treue halten, es hegen und pflegen, dann ist die Finanzierung die deutlich nachhaltigere Wahl.

Die folgende Grafik bringt diesen Denkprozess auf den Punkt und leitet Sie durch die entscheidenden Weichenstellungen.

Ein Entscheidungsbaum zur Wahl zwischen Autokauf und Leasing basierend auf neuen Modellen, Eigentum und Steuern.

Sie sehen: Die Fragen nach dem Wunsch nach neuen Modellen, der Wichtigkeit von Eigentum und den steuerlichen Aspekten führen ziemlich schnell in eine klare Richtung.

Der Blick durch die Firmenbrille: Steuern und Geschäftsnutzung

Für Selbstständige und Unternehmer kommt noch eine ganz andere, oft entscheidende Komponente ins Spiel: das Finanzamt.

Ganz wichtig für Gewerbetreibende: Der größte Hebel ist oft die steuerliche Absetzbarkeit. Leasingraten können Sie sofort als Betriebsausgaben verbuchen. Das schont Ihre Liquidität und drückt direkt die Steuerlast.

Ein finanziertes Fahrzeug müssen Sie hingegen über die Nutzungsdauer abschreiben. Ihre Wahl hat also ganz handfeste Auswirkungen auf Ihre Bilanz und Ihre unternehmerische Flexibilität.

Egal, wie Sie sich entscheiden, ein gut durchdachter Plan ist das A und O. Holen Sie sich zur Vorbereitung am besten auch unsere Tipps und Tricks für einen erfolgreichen Kreditantrag.

Am Ende des Tages gibt es keine pauschale Lösung. Leasing ist perfekt für alle, die auf kalkulierbare Kosten, neueste Technik und wenig Aufwand Wert legen. Finanzierung ist und bleibt der klassische Weg für diejenigen, die ihr Auto als ihr Eigentum betrachten und die damit verbundene Freiheit über alles stellen.

Leasing oder Finanzierung? Antworten auf die wichtigsten Fragen aus der Praxis

Nach all der Theorie und den Rechenbeispielen bleiben oft die ganz praktischen Fragen des Alltags offen. Was ist, wenn doch mal etwas passiert? Wie flexibel bin ich wirklich, wenn das Leben dazwischenkommt? Hier sind die Antworten auf die häufigsten Fragen, die Ihnen helfen, die letzte Unsicherheit aus dem Weg zu räumen.

Was passiert, wenn ich mit dem Leasingauto einen Unfall baue?

Ein Unfall ist immer ärgerlich, aber mit einem Leasingauto gibt es ein paar Besonderheiten zu beachten. Das Wichtigste zuerst: Sie müssen sofort die Leasinggesellschaft kontaktieren. Schließlich gehört das Auto nicht Ihnen, sondern dem Leasinggeber.

Die Reparatur ist kein Fall für die Werkstatt um die Ecke. Sie muss professionell in einer vom Hersteller zertifizierten Werkstatt durchgeführt werden – das ist eine klare Vorgabe, um den Wert des Fahrzeugs zu sichern. Die gesamte Abwicklung mit der Versicherung, die übrigens fast immer eine Vollkasko sein muss, läuft in enger Absprache mit dem Leasinggeber. Er hat als Eigentümer das letzte Wort.

Kann ich einen Autokredit früher zurückzahlen?

Ja, und das ist einer der größten Trümpfe der Finanzierung. Einen Autokredit können Sie im Prinzip jederzeit komplett oder in Teilen ablösen. Das verschafft Ihnen eine enorme Freiheit, falls Sie zum Beispiel erben, eine Bonuszahlung erhalten oder das Auto einfach vorzeitig verkaufen wollen.

Einen kleinen Haken gibt es aber: Die Bank darf für die Zinsen, die ihr dadurch entgehen, eine Vorfälligkeitsentschädigung fordern. Aber keine Sorge, der Gesetzgeber hat hier klare Grenzen gesetzt. Sie darf maximal 1 % der Restschuld betragen. Läuft der Vertrag weniger als ein Jahr, sind es sogar nur 0,5 %. Wenn Sie tiefer in das Thema eintauchen möchten, finden Sie in unseren Artikeln über verschiedene Autokredite weitere Details.

Welche Kosten lauern am Ende des Leasingvertrags?

Der Tag der Fahrzeugrückgabe ist der Moment der Wahrheit beim Leasing. Ein Gutachter nimmt das Auto genau unter die Lupe, und hier können zwei Dinge richtig teuer werden:

  • Schäden statt Gebrauchsspuren: Kleinere Kratzer sind normal und werden akzeptiert. Aber tiefe Schrammen im Lack, Brandlöcher in den Sitzen oder eine dicke Beule in der Tür sind Schäden, die Sie bezahlen müssen.
  • Mehrkilometer: Sind Sie mehr gefahren als vereinbart? Dann wird jeder einzelne Kilometer extra abgerechnet, und das oft zu einem saftigen Preis.

Mein Tipp aus Erfahrung: Pflegen Sie das Leasingauto wie Ihr eigenes und schätzen Sie Ihre jährliche Fahrleistung realistisch ein. So ersparen Sie sich eine böse Überraschung bei der Rückgabe. Weniger gefahrene Kilometer werden zwar manchmal erstattet, aber meist zu einem deutlich schlechteren Satz, als Sie für Mehrkilometer draufzahlen.


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