Eine GAP-Versicherung bei Finanzierung schließt genau die finanzielle Lücke, die nach einem Totalschaden oder Diebstahl Ihres Autos klafft. Sie deckt die Differenz zwischen dem, was die Kaskoversicherung zahlt (also den Wiederbeschaffungswert), und der oft viel höheren Restschuld Ihres Kredits. Einfach gesagt: Sie bewahrt Sie davor, Raten für ein Auto zu zahlen, das Sie gar nicht mehr haben.
Die unsichtbare Finanzfalle bei Ihrem Traumauto
Stellen Sie sich diesen Moment vor: Sie fahren mit Ihrem frisch finanzierten Traumauto vom Hof des Händlers. Alles ist perfekt. Doch nur wenige Monate später passiert das Unvorstellbare – ein schwerer Unfall, Totalschaden. Oder das Fahrzeug wird über Nacht gestohlen. Ein Schock, dem oft eine böse finanzielle Überraschung auf dem Fuße folgt.

Viele verlassen sich blind auf ihre Vollkaskoversicherung und wiegen sich in falscher Sicherheit. Die Kasko ersetzt nämlich nur den Wiederbeschaffungswert – also den Preis, den ein vergleichbares gebrauchtes Fahrzeug zum Zeitpunkt des Schadens auf dem Markt wert ist. Das Problem an der Sache ist der rasante Wertverlust, dem gerade Neuwagen unterliegen.
Warum Ihr Kredit zum Bumerang werden kann
Der Wert Ihres Autos sinkt in den ersten Jahren rapide, während die Restschuld Ihres Kredits nur langsam abgebaut wird. Genau hier entsteht eine gefährliche Kluft zwischen diesen beiden Werten.
Ein Neuwagen kann bereits im ersten Jahr bis zu 25 % seines Wertes verlieren. Ihre Kreditsumme verringert sich in derselben Zeit aber nur geringfügig, je nach Tilgungsplan. Diese Differenz ist die Finanzierungslücke, das sogenannte „GAP“ (englisch für Lücke).
Im schlimmsten Fall schulden Sie der Bank also noch 20.000 €, aber die Kaskoversicherung zahlt Ihnen nur 15.000 € für den Zeitwert. Die übrigen 5.000 € müssen Sie aus eigener Tasche an die Bank zahlen – für ein Auto, das nicht mehr existiert.
Das finanzielle Sicherheitsnetz
Genau hier greift die GAP-Versicherung bei Finanzierung. Man kann sie sich wie ein finanzielles Sicherheitsnetz vorstellen, das sich genau über diese Lücke spannt. Sie stellt sicher, dass die Differenz zwischen der Leistung der Kaskoversicherung und dem offenen Kreditbetrag ausgeglichen wird. So bleiben Sie nicht auf einem Schuldenberg sitzen.
Ohne diesen Schutz kann der Traum vom neuen Auto schnell zu einem finanziellen Albtraum werden. In unserem Leitfaden erfahren Sie alles, was Sie über die clevere Absicherung durch Ratenkredite und passende Versicherungen wissen müssen.
Wie eine Brücke die Finanzierungslücke schließt
Die GAP-Versicherung ist viel mehr als nur ein kleiner Zusatzbaustein in Ihrem Versicherungsordner. Sehen Sie sie als Ihren persönlichen Brückenbauer für den finanziellen Ernstfall. Ihre volle Stärke zeigt sie nämlich genau dann, wenn die Kluft zwischen dem aktuellen Fahrzeugwert und der Restschuld Ihres Kredits am größten ist – und das ist typischerweise in den ersten Jahren nach dem Kauf der Fall.

Das Prinzip hinter „Guaranteed Asset Protection“ (GAP) lässt sich wirklich am besten mit einer stabilen Brücke vergleichen. Stellen Sie sich einen tiefen finanziellen Graben vor, der sich nach einem Totalschaden oder Diebstahl auftut. Auf der einen Seite steht der Betrag, den Ihre Kaskoversicherung zahlt – der sogenannte Wiederbeschaffungswert. Auf der anderen Seite lauert die Summe, die Sie der Bank noch schulden.
Ohne diese Brücke bleibt nur der freie Fall. Sie müssten die Differenz aus eigener Tasche zahlen.
Was die GAP-Versicherung ganz konkret für Sie tut
Im Grunde ist die Aufgabe der GAP-Versicherung glasklar: Sie springt ein und gleicht exakt die Lücke aus, die nach einem Totalschaden oder Diebstahl zwischen der Versicherungsleistung und Ihrer offenen Kreditsumme klafft. Sie sorgt dafür, dass Ihr Kredit sauber abgelöst wird, ohne dass Sie Ihr Erspartes antasten oder gar einen neuen Kredit aufnehmen müssen.
Malen wir uns das mal aus: Sie finanzieren Ihr Traumauto, und nach ein paar Monaten wird es gestohlen. Die Kaskoversicherung erstattet den Zeitwert, aber Ihr Kredit läuft natürlich weiter. Genau hier greift die GAP-Versicherung und zahlt den Rest. Das ist in Deutschland ein viel realeres Risiko, als viele glauben. Ein Neuwagen verliert im ersten Jahr schnell mal 20-30 % an Wert. Dieser Schutz ist für Kreditnehmer Gold wert, um sich vor einem finanziellen Desaster zu bewahren.
Man könnte sagen, die GAP-Versicherung ist Ihr finanzieller Airbag. Sie löst genau in dem Moment aus, in dem der Aufprall – also der Wertverlust – am härtesten wäre, und bewahrt Sie vor den bitteren Konsequenzen.
Klare Abgrenzung: Das ist keine Kasko und keine Restschuldversicherung
Es ist extrem wichtig, die GAP-Versicherung bei Finanzierung nicht mit anderen Policen in einen Topf zu werfen. Jede hat ihre eigene, klar definierte Aufgabe.
- Kaskoversicherung: Die zahlt immer nur bis zur Höhe des Wiederbeschaffungswertes. Was Sie der Bank noch schulden, ist der Kaskoversicherung herzlich egal.
- Restschuldversicherung: Die ist für persönliche Schicksalsschläge da. Sie zahlt die Raten, wenn Sie arbeitslos werden, erkranken oder im schlimmsten Fall versterben. Mit dem Auto selbst hat sie aber rein gar nichts zu tun.
Die GAP-Versicherung ist also die einzige Spezialistin, die sich gezielt um das finanzielle Risiko des Wertverlusts bei einem finanzierten Fahrzeug kümmert. Sie schließt eine gefährliche Lücke, die keine andere Versicherung abdeckt. Wenn Sie sich generell fragen, wie Sie eine Finanzierung am besten auf die Beine stellen, werfen Sie doch mal einen Blick in unseren Ratgeber mit Tipps und Tricks für einen erfolgreichen Kreditantrag.
Wann ist eine GAP-Versicherung wirklich unverzichtbar?
Ganz ehrlich: Nicht jede Autofinanzierung braucht zwingend eine GAP-Versicherung. Aber in manchen Fällen ist der Verzicht darauf ein bisschen so, als würde man ohne Sicherheitsgurt auf die Autobahn fahren. Es kann gutgehen, klar. Wenn aber doch etwas passiert, sind die finanziellen Folgen oft verheerend.
Es gibt einfach Konstellationen, bei denen das Risiko einer empfindlichen Finanzierungslücke besonders hoch ist. Gehören Sie vielleicht dazu? Finden wir es heraus. Bestimmte Faktoren bei der Finanzierung Ihres Autos machen eine GAP-Versicherung quasi zur Pflichtübung.
Bei Neuwagen mit hohem Wertverlust
Der größte Gegner jeder Autofinanzierung? Der Wertverlust. Gerade bei funkelnagelneuen Autos schlägt er besonders brutal zu. In dem Moment, in dem Sie vom Hof des Händlers rollen, ist Ihr Auto schon spürbar weniger wert. Dieser Wertabfall ist in den ersten 12 bis 24 Monaten am extremsten, während Ihre Restschuld bei der Bank nur sehr langsam kleiner wird.
- Stellen Sie sich vor: Sie kaufen einen Neuwagen für 35.000 €. Nach 18 Monaten wird er gestohlen.
- Das Problem: Der Wiederbeschaffungswert, den Ihre Kaskoversicherung zahlt, liegt vielleicht nur noch bei 25.000 €. Ihre offene Kreditsumme beträgt aber noch 29.000 €.
- Das Ergebnis: Ohne GAP-Schutz bleiben Sie auf einer Lücke von 4.000 € sitzen – und zahlen für ein Auto, das Sie gar nicht mehr haben.
Eine GAP-Versicherung wirkt hier wie ein finanzieller Airbag. Sie fängt den heftigen Aufprall ab, den der aggressive Wertverlust in den ersten Jahren verursacht.
Bei Finanzierungen mit wenig oder ganz ohne Anzahlung
Eine Anzahlung ist weit mehr als nur die erste Rate. Sie ist Ihr persönliches Startkapital, das die Kreditsumme von der ersten Sekunde an verringert. Wenn Sie Ihr Auto mit einer sehr kleinen oder gar keiner Anzahlung finanzieren, starten Sie logischerweise mit der maximal möglichen Kredithöhe.
Das bedeutet im Umkehrschluss: Die Schere zwischen dem tatsächlichen Fahrzeugwert und Ihrer Restschuld klafft von Anfang an besonders weit auseinander und schließt sich nur sehr langsam. Jeder Euro, den Sie zu Beginn anzahlen, ist also direkt investiertes Geld in die Reduzierung Ihres eigenen Risikos.
Bei Verträgen mit langen Laufzeiten
Lange Kreditlaufzeiten sind verlockend, weil sie oft mit angenehm niedrigen Monatsraten einhergehen. Doch sie haben einen entscheidenden Haken: Die Tilgung des Kredits zieht sich wie Kaugummi. Über viele Jahre hinweg bedienen Sie hauptsächlich die Zinsen, während die eigentliche Restschuld nur im Schneckentempo sinkt.
Man kann es sich wie ein Wettrennen vorstellen: Der Wertverlust sprintet los, während Ihre Kredittilgung eher einen gemütlichen Dauerlauf macht. Bei Laufzeiten von 72, 84 oder sogar 96 Monaten ist der Abstand zwischen den beiden Läufern über Jahre hinweg riesig. Eine GAP-Versicherung ist bei solchen Verträgen eigentlich unerlässlich, um diese lang andauernde Hochrisikophase sicher zu überbrücken.
Um die richtige Balance zwischen Laufzeit und Ratenhöhe zu finden, lohnt sich ein genauerer Blick darauf, welche Finanzierungsart am besten zu einem passt. Wertvolle Tipps zur Entscheidung finden Sie in unserem Ratgeber zum Thema Leasing oder Autokredit.
Checkliste zur GAP-Versicherung: Ist sie für mich relevant?
Diese Tabelle hilft Ihnen, schnell einzuschätzen, wie hoch Ihr persönliches Risiko für eine Finanzierungslücke ist. Je mehr Punkte in der mittleren Spalte auf Sie zutreffen, desto dringender sollten Sie über eine GAP-Versicherung nachdenken.
| Faktor | Hohes Risiko (GAP empfohlen) | Geringeres Risiko (GAP optional) |
|---|---|---|
| Fahrzeugtyp | Neuwagen oder junger Gebrauchter | Älterer Gebrauchtwagen (ab 3-4 Jahren) |
| Anzahlung | 0 % bis 10 % des Kaufpreises | Über 20 % des Kaufpreises |
| Laufzeit | Lang (60 Monate und mehr) | Kurz (bis 48 Monate) |
| Fahrzeugklasse | Oberklasse, SUVs, sportliche Modelle | Klein- oder Kompaktwagen |
| Kreditart | Ballonfinanzierung (hohe Schlussrate) | Klassischer Ratenkredit |
| Fahrleistung | Sehr hoch (über 20.000 km/Jahr) | Durchschnittlich oder gering |
Letztendlich ist die Entscheidung immer individuell. Aber diese Checkliste gibt Ihnen eine solide Grundlage, um Ihr Risiko besser zu bewerten und eine fundierte Entscheidung für oder gegen den zusätzlichen Schutz zu treffen.
Was dieser Schutz wirklich kostet
Die Angst vor versteckten Extrakosten schreckt viele Autokäufer ab, überhaupt über eine GAP-Versicherung bei Finanzierung nachzudenken. Aber mal ehrlich: Meistens ist diese Sorge unbegründet. In der Praxis ist dieser Schutz oft deutlich günstiger, als es das Schreckgespenst einer „zusätzlichen Police“ vermuten lässt.
Der Beitrag ist kein willkürlicher Pauschalbetrag. Er ist das Ergebnis einer fairen Berechnung, die sich ganz an Ihrem persönlichen Risiko orientiert. Was Sie am Ende zahlen, hängt von ein paar logischen Faktoren ab.
Wovon die Prämie abhängt
Nicht jeder zahlt das Gleiche – und das ist auch gut so. Ihr persönlicher Beitrag wird im Wesentlichen durch diese drei Punkte bestimmt:
- Der Kaufpreis des Fahrzeugs: Ganz klar, bei einem teureren Auto ist auch die potenzielle Finanzierungslücke größer. Das hebt die Prämie natürlich leicht an.
- Die Art der Finanzierung: Ein Leasingvertrag oder eine Ballonfinanzierung mit hoher Schlussrate birgt einfach ein höheres Risiko als ein klassischer Ratenkredit, bei dem Sie die Schuld kontinuierlich tilgen.
- Die Laufzeit des Vertrags: Je länger der Vertrag läuft, desto länger besteht das Risiko einer Lücke. Auch das spiegelt sich im Preis wider.
Diese Faktoren stellen sicher, dass Sie nur für das Risiko bezahlen, das Sie tatsächlich absichern. Die Kosten sind also keine willkürliche Gebühr, sondern eine ziemlich passgenaue Investition in Ihre finanzielle Sicherheit.
Realistische Kostenbeispiele im Überblick
Machen wir es doch mal konkret. Hier sind drei typische Szenarien aus der Praxis, die zeigen, wie erschwinglich dieser Schutz sein kann – vor allem im Vergleich zu dem finanziellen Desaster, das Ihnen ohne ihn drohen könnte.
Verstehen Sie die GAP-Versicherung nicht als Luxus. Sehen Sie sie als strategische Absicherung gegen ein sehr reales und potenziell existenzbedrohendes Risiko.
Kostenbeispiele für eine GAP-Versicherung:
- Kleinwagen (z. B. VW Polo) – Kaufpreis 22.000 €: Bei einer Laufzeit von 48 Monaten können Sie mit jährlichen Kosten von etwa 60 € bis 90 € rechnen. Das sind gerade mal 5 bis 8 € im Monat.
- Kompaktklasse (z. B. VW Golf) – Kaufpreis 35.000 €: Hier bewegen sich die jährlichen Prämien oft zwischen 90 € und 140 €. Pro Monat investieren Sie also um die 8 bis 12 € in Ihren Seelenfrieden.
- Premium-Limousine (z. B. Audi A6) – Kaufpreis 65.000 €: Selbst bei einem hochwertigen Fahrzeug bleibt der Schutz bezahlbar. Rechnen Sie hier mit etwa 150 € bis 250 € pro Jahr.
Diese überschaubaren Monatsbeiträge stehen in keinem Verhältnis zu einer möglichen Finanzierungslücke von mehreren Tausend Euro, auf der Sie im schlimmsten Fall sitzen bleiben. Bevor Sie einen Kreditvertrag unterschreiben, sollten Sie sowieso immer die Konditionen vergleichen. Ein gut gemachter Kreditvergleich kann Ihnen helfen, den besten Deal zu finden und die Gesamtkosten nicht aus den Augen zu verlieren.
Wie die Abwicklung im Schadensfall abläuft
Eine Versicherung zeigt erst im Ernstfall, was sie wirklich wert ist. Die gute Nachricht: Bei einer GAP-Versicherung ist die Abwicklung im Schadensfall viel unkomplizierter, als die meisten denken. Der ganze Prozess folgt einer klaren Kette, in der Ihre Kaskoversicherung, die Bank und der GAP-Versicherer Hand in Hand arbeiten.
Stellen Sie sich das Worst-Case-Szenario vor: Ihr finanziertes Auto ist ein Totalschaden. Ihr erster und wichtigster Anruf gilt immer Ihrer Kaskoversicherung. Sie ist diejenige, die den Schaden begutachtet und den sogenannten Wiederbeschaffungswert ermittelt – also den Betrag, den ein vergleichbares Auto heute auf dem Markt kosten würde. Das ist die Summe, die Sie von der Kasko bekommen.
Der Prozess Schritt für Schritt erklärt
Sobald Sie die finale Abrechnung von Ihrer Kaskoversicherung in der Hand halten, kommt die GAP-Deckung ins Spiel. Jetzt ist der Moment gekommen, den Schaden auch Ihrem GAP-Versicherer zu melden.
Dafür werden normalerweise ein paar Dokumente gebraucht, die Sie aber schnell zusammenhaben:
- Die Abrechnung der Kaskoversicherung: Das ist das A und O. Dieses Papier belegt schwarz auf weiß, wie hoch der Wiederbeschaffungswert ist und was die Kasko zahlt.
- Der Darlehensvertrag: Damit wird die ursprüngliche Finanzierungssumme nachgewiesen.
- Eine aktuelle Restschuldbestätigung: Ein kurzes Schreiben Ihrer Bank, das genau beziffert, wie viel vom Kredit zum Zeitpunkt des Unfalls noch offen war.
- Kopie des Fahrzeugscheins (Zulassungsbescheinigung Teil I)
Mit diesen Unterlagen kann der GAP-Versicherer die Lücke auf den Cent genau berechnen. Die Differenz zwischen der noch offenen Restschuld und dem, was die Kaskoversicherung zahlt, ist exakt der Betrag, für den Ihre GAP-Police geradesteht.
Keine Sorge, Sie müssen hier nicht den großen Koordinator spielen. Meist läuft die Abstimmung direkt zwischen den Versicherern und der Bank. Sie reichen die Papiere ein, und der Rest wird im Hintergrund für Sie erledigt, damit alles so reibungslos wie möglich über die Bühne geht.
Vom Schaden zur Auszahlung
Der Weg von der Schadensmeldung bis zum Moment, in dem die Finanzierungslücke geschlossen wird, folgt einem logischen Pfad. Er macht deutlich, warum diese Versicherung so wichtig ist.

Man sieht hier sehr schön, wie der Wert des Autos mit der Zeit sinkt, während die Kreditsumme langsamer abgebaut wird. Genau diese Schere zwischen Wert und Schulden fängt die GAP-Versicherung auf.
Die Auszahlung des GAP-Betrags geht übrigens fast immer direkt an die finanzierende Bank. Das ist praktisch, denn so wird Ihr Kreditkonto auf einen Schlag ausgeglichen und der Darlehensvertrag sauber beendet. Sie müssen also nicht in Vorkasse gehen oder Geld überweisen. In einer ohnehin schon stressigen Situation haben Sie so den Kopf frei und können sich unbelastet um ein neues Auto kümmern.
Worauf es bei GAP-Policen wirklich ankommt
Auf den ersten Blick sehen viele Angebote für eine GAP-Versicherung bei Finanzierung ziemlich gleich aus. Aber wie so oft steckt der Teufel im Detail – und genau diese Details können im Ernstfall über Tausende von Euro entscheiden. Ein ganz entscheidender Punkt, der oft übersehen wird, ist die genaue Art der Deckung.
Hier gibt es zwei grundlegende Varianten. Den Unterschied sollten Sie unbedingt kennen, bevor Sie einen Vertrag unterschreiben, denn die Wahl hat massive finanzielle Folgen.
Die Netto-GAP: Der reine Lückenfüller
Die häufigste und meist auch günstigere Variante ist die Netto-GAP-Versicherung. Ihre Aufgabe ist klar und einfach umrissen: Sie schließt exakt die finanzielle Lücke, die zwischen dem Wiederbeschaffungswert (was die Kaskoversicherung zahlt) und der noch offenen Kreditsumme bei der Bank klafft.
- Stellen Sie sich vor: Ihre Restschuld beträgt noch 18.000 €. Nach einem Totalschaden ermittelt der Gutachter einen Wiederbeschaffungswert von nur noch 14.000 €. Die Netto-GAP springt ein und zahlt genau diese Differenz von 4.000 € an die Bank. Am Ende stehen Sie zwar ohne Auto, aber auch ohne Schulden da. Mission erfüllt.
Die Brutto-GAP: Die Kaufpreis-Sicherung
Die Brutto-GAP, manchmal auch Kaufpreis-GAP genannt, geht einen großen Schritt weiter. Sie bietet einen viel umfassenderen Schutz. Im Schadensfall erstattet sie nämlich die Differenz zwischen dem ursprünglichen Kaufpreis des Fahrzeugs und dem Wiederbeschaffungswert.
- Neues Szenario: Ihr Neuwagen hat 30.000 € gekostet. Der Wiederbeschaffungswert liegt jetzt nur noch bei 22.000 €, Ihre Restschuld bei 25.000 €. Die Brutto-GAP zahlt nicht nur die Kreditlücke von 3.000 €, sondern die volle Wertdifferenz von 8.000 €. Die übrigen 5.000 € gehören Ihnen – eine perfekte Anzahlung für ein neues Auto.
Eine Brutto-GAP sichert also nicht nur Ihre Finanzierung, sondern auch Ihr ursprünglich investiertes Kapital. Sie versetzt Sie finanziell wieder in die Lage, in der Sie am Kauftag waren.
Gerade bei Finanzierungsmodellen wie Leasing oder einer Ballonfinanzierung ist der Schutz durch eine GAP-Versicherung Gold wert. Hier kann sie bis zu 100 % der Differenz abdecken und bewahrt Sie so vor einem tiefen finanziellen Loch. Wenn Sie mehr darüber wissen möchten, wie Sie Ihre Finanzierung absichern können, finden Sie weitere Informationen in unseren Artikeln über Autokredite.
Das Risiko einer ungedeckten Finanzierungslücke ist ein Thema, das man nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte, besonders in einem Autoland wie Deutschland. Weiterführende Einblicke dazu bietet auch ein Artikel auf ad-hoc-news.de, der die Lage der Kfz-Versicherer beleuchtet.
Häufig gestellte Fragen zur GAP‑Versicherung
So, nachdem wir uns jetzt durch die Welt der GAP-Versicherung gearbeitet haben, bleiben oft noch ein paar praktische Fragen im Raum stehen. Kein Problem, hier kommen die Antworten auf die häufigsten Unsicherheiten, damit Sie am Ende wirklich eine runde und sichere Entscheidung für Ihre Autofinanzierung treffen können.
Kann ich eine GAP‑Versicherung nachträglich abschließen?
Kurz gesagt: Ja, das geht meistens. Aber lassen Sie sich nicht zu viel Zeit! Viele Versicherer haben da recht straffe Fristen – oft nur ein paar Wochen oder Monate nach dem Autokauf. Wenn Sie es also im Trubel des Autohauses einfach vergessen haben, ist noch nicht alles verloren.
Trotzdem gibt es gute Argumente dafür, die Versicherung direkt mit dem Kreditvertrag unter Dach und Fach zu bringen. Einerseits sind Sie damit vom ersten Kilometer an ohne Wenn und Aber abgesichert. Andererseits sind die Konditionen oft spürbar besser, wenn die Police direkt im Finanzierungspaket enthalten ist. Wenn Sie den Abschluss nachholen, schauen Sie ganz genau ins Kleingedruckte. Oft gibt es dann Einschränkungen, was das Alter oder den Kilometerstand des Wagens angeht.
Der beste Moment, eine GAP-Versicherung abzuschließen, ist und bleibt der Tag des Autokaufs. So umgehen Sie lästige Fristen, ein mögliches „Nein“ des Versicherers und sind ab der ersten Minute sicher vor der fiesen Wertverlustfalle.
Ist die GAP‑Versicherung bei Leasing immer inklusive?
Ein ganz klares Nein. Das ist einer der häufigsten und leider auch teuersten Irrtümer. Es stimmt zwar, dass viele Leasingverträge für Neuwagen eine Art GAP-Schutz schon eingebaut haben, aber eine Garantie dafür gibt es nicht. Nehmen Sie sich Ihren Leasingvertrag also ganz genau vor – lesen Sie ihn mit Adleraugen und fragen Sie im Zweifel direkt nach.
Gerade bei Leasingangeboten für Gebrauchtwagen oder bei kleineren, unbekannteren Anbietern fehlt dieser Schutz oft völlig. Die finanzielle Lücke zwischen dem im Vertrag berechneten Restwert und dem, was ein vergleichbares Auto nach einem Totalschaden wirklich kostet, kann hier sogar noch brutaler ausfallen als bei einer normalen Finanzierung. Fehlt dieser Schutz, ist eine separate GAP-Police absolute Pflichtübung.
Was unterscheidet sie von einer Restschuldversicherung?
Die beiden werden oft in denselben Topf geworfen, dabei könnten sie unterschiedlicher kaum sein. Sie schützen vor völlig verschiedenen Risiken und ergänzen sich im besten Fall, ersetzen sich aber niemals.
Stellen Sie es sich so vor:
- Die GAP-Versicherung ist eine reine Sachversicherung, die sich nur um Ihr Auto kümmert. Sie schützt Ihr Portemonnaie, indem sie die Differenz zwischen dem Wiederbeschaffungswert und der offenen Kreditsumme ausgleicht, wenn das Auto weg ist – sei es durch Totalschaden oder Diebstahl.
- Die Restschuldversicherung hingegen ist eine Personenversicherung. Sie greift, wenn Sie die Raten nicht mehr zahlen können, zum Beispiel durch plötzliche Arbeitslosigkeit, eine längere Krankheit oder im allerschlimmsten Fall bei Ihrem Tod.
Ganz einfach gesagt: Die GAP sichert das Blech ab, die Restschuldversicherung sichert Sie als Mensch dahinter ab.
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